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Radiosendungen /Audio-Dateien

Hier werden größere Audio-Dateien zum Herunterladen bereit gestellt oder externe Links auf Audio-Dateien gesetzt, die mit dem Thema "Deutscher Kolonialismus" zu tun haben.

freiburg-postkolonial.de mit Google durchsuchen:

Titel Produktion / Sendung  
Kolonialismuskritik vor Ort freiburg-postkolonial.de und RDL-Sendereihe (2007) 4 Teile
Hörstationen/Audioguide freiburg-postkolonial Südnordfunk - iz3w on air (2015) 5 Teile
Der deutsche Kolonialismus Sendereihe des Hessischen Rundfunks von Rolf Cantzen 4 Teile
Frauen in der Kolonialbewegung und den Kolonien Redaktion LaRadio von RDL 7 Teile
diverse Beiträge diverse Redaktionen / freie-radios.info 17 Beiträge

Audioguide freiburg-postkolonial (2015)

Koloniale Spurensuche: Ob in der Forschung, in Ausstellungen und Völkerschauen, auf Tagungen oder in Kolonialwarenläden, in Ansprachen und kulturellen wie politischen Veranstaltungen: Über Jahrzehnte fanden in Freiburg koloniale Aktivitäten statt. Der Audioguide von freiburg-postkolonial.de führt an Freiburger Orte dieser Geschehen und wirft Schlaglichter auf die Frage, wie der Kolonialismus auf das Denken in dieser Stadt gewirkt hat.

Wer den Hörspaziergung mit Android-Smartphone in der Stadt verfolgen möchte: Einfach die App Urban Playground aus dem App-Store [ hier ] oder Goolge Play Store  [ hier ] herunterladen. Und bei Touren eingeben: post-koloniale Spurensuche Freiburg. Oder den QR Code Scannen (die App hat einen eigenen Scanner):

Die Software der kostenlosen App ist von Urban Playground

Der Flyer zur kostenlosen App mit Anleitung kann hier heruntergelanden werden (pdf 351 KB)

Eine Karte mit frei zugänglichem WiFi in Freiburg hier

Kolonialismus in Freiburg?

Der Hörspaziergang macht auf sichtbare und unsichtbare koloniale Spuren im Freiburger Stadtbild aufmerksam. Hinweise auf die koloniale Vorgeschichte gut besuchter Orte fehlen im heutigen Stadtbild weitgehend, ob in den Gebäuden der Universität, im Museum oder im Stadtgarten. Und auch die kolonialen Bezüge von Straßen(-namen) in der Innenstadt und im Heldenviertel sind nicht offensichtlich. Hunderte Menschen passieren täglich den Platz der Universität, auf den seinerzeit die Kolonialeiche gepflanzt wurde. Oder das Archiv, in dem  Schädel aus Übersee gesammelt wurden. Der Audioguide freiburg-postkolonial erinnert an koloniale Geschehen und Geschichten. Zudem fragt er nach den Verflechtungen.

zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen der lokalen Alltagswelt und dem heutigen Blick in die Ferne und auf die Fremde. Dabei verhandeln bislang acht Stationen, wie koloniale und kolonialrevisionistische Bewegungen das Denken in dieser Stadt geprägt haben.

Die gewählten Orte und Geschehen

... sind eine erste und keinesfalls umfassende Auswahl. Die Stationen dokumentieren, wie Ideologie geschaffen und die Überlegenheit über die Kolonisierten legitimiert wurde – durch  exotistische Spektakel ebenso wie mit der "Rassenkunde" des Anthropolophen Eugen Fischer. Dabei legen sich historische und aktuelle Formen kollektiver kolonialer Wissensbestände wie Schichten übereinander. Und weil Geschichte immer auch ein Prozess des Vergessens ist, haben wir uns einige dieser Schichten nochmals genauer angeschaut. Insofern versteht sich der Audioguide auch als Beitrag zu einer Dekolonisierung des Denkens.

Die Stimmen der Betroffenen...

und die des anti-kolonialen Widerstandes sind Teil der Kolonialen Geschichte. Doch sie wurden kaum dokumentiert, die verordnete Sprachlosigkeit der Betroffenen ist Teil des kolonialen Rassismus. Diese Sprachlosigkeit in der Erzählung der lokalen Kolonialgeschichte nicht zu wiederholen, war uns ein Anliegen. Kommentare zu Begriffen kolonialen Ursprungs zeigen, wie Rassismus aus Wörtern spricht. Die Suche nach Geschichten des Widerstandes gegen das koloniale Projekt stellt eine bleibende Herausforderung dar.

Hier die Audiodateien der einzelnen Stationen Mehr

Logo RDL - Sendereihe im Februar 2007:

Kolonialismuskritik vor Ort - freiburg-postkolonial.de

Hintergründe und Interviews mit ExpertInnen und AutorInnen aus verschiedenen Gebieten zu der deutschen Kolonialgeschichte und Freiburg. Die Sendungen können hier angehört werden (mp3-Format). Verantwortlich: Heiko Wegmann und Niels Wätzel. Mitwirkende/SprecherInnen: Benedikt Strunz, Anke Halbritter, Andreas Huber, Birgit Huber, Anja Schöner, Julia Wagner, Tobias Müller, Viktoria Balon

Teil 1: Über das Projekt freiburg-postkolonial.de, die Freiburger Presse und die Kolonialpresse

  • Ganze Sendung (mit Moderation, 30:59 Min., 29 MB, Erstsendetermin 06.2.07) Anhören
  • Einzelne Teile (ohne Moderation):
    • Interview mit Heiko Wegmann über Ziele und Stand des Projektes freiburg-postkolonial (8:10 Min., 7,6 MB) Anhören
    • Interview über die koloniale Berichterstattung der Freiburger Presse, inkl. 2 eingespielte Beispiele aus der "Freiburger Zeitung" (10:29 Min., 9,8 MB) Anhören
    • Interview mit der Afrikanistin Sonja Mezger über die Kolonialzeitschriften - Teil 1 (4:14 Min., 3,9 MB) Anhören
    • Der Maji-Maji-Krieg (1905-1907) in der Presse - Teil 2 des Interviews mit der Afrikanistin Sonja Mezger (2:57 Min., 2,7 MB) Anhören

Teil 2: Herrschaft in Deutsch-Ostafrika (DOA) – Propaganda in Freiburg

  • Die einzelnen Teile (ohne Moderation, Erstsendetermin 13.2.07)
    1. "Deutsch-Ostafrika" – Die deutsche Herrschaft im Gebiet des heutigen Tansania, Ruanda und Burundi (12:26 Min., 11,6 MB) Anhören
    2. Propaganda von Kolonialoffizieren nach ihrer Rückkehr nach Freiburg: Die Beispiele Max Knecht und Wilhelm Winterer (6:19 Min., 6 MB) Anhören
    3. Ruanda: Kolonialherrschaft und Verfestigung ethnischer Stereotypen - Interview mit Sven Sattler (5:52 Min., 5,5 MB) Anhören

Teil 3: Zwei mal „Deutsch-Südwest“ – Freiburg und Namibia

  • Die ganze Sendung Thema „Deutsch-Südwestafrika“ mit Prof. Reinhart Kößler aus Bochum/Freiburg über den Herero-Nama-Krieg, den Gouverneur Theodor Leutwein, den Oberst Berthold von Deimling und die aktuelle Debatte um Entschädigung wegen deutscher Kolonialverbrechen (Erstsendetermin 20.2.07; 24:15 Min., 28,5 MB) Anhören

Teil 4: Kolonialismus, Ethnologie & der Raub von Kulturgütern

  • Die ganze Sendung (mit Moderation, 30:05 Min., 28 MB, Erstsendetermin 27.02.07) Anhören
  • Einzelne Teile:
    1. Zum Verhältnis von Kolonialismus und Ethnologie - Interview mit Christoph Seidler (8:48 Min., 8 MB) Anhören
    2. Das Adelhausermuseum in Freiburg – Kulturgüter der Kolonialzeit aus Ozeanien (9:05 Min., 8,3 MB) Anhören
    3. Interview mit Lena Blosat von CulturCooperation Hamburg über die Kampagne „Nofretete geht auf Reisen“ (9:55 Min., 11,3 MB) Anhören

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"Südnordfunk - iz3w on air": Audioguide / Hörstationen zu Orten und Ereignissen der Freiburger Kolonialgeschichte (2015):

  • "Völkerschauen in Freiburg - der koloniale Blick als Spektakel" 12,14 min. Mehr
  • "Kolonialausstellungen in Freiburg – Präsentationen kolonialer Begehrlichkeiten" 8,04 min. Mehr
  • "Pflanzung der Kolonialeiche 1935" 6,38 min. Mehr,
  • "Spuren im Freiburger Stadtbild - der koloniale Kontext von Strassennamen" Teil 1 (9,16 min.) und Teil 2 (8 min.)
  • "Werthmannhaus und Platz der Universität" 8,26 min. Mehr
  • siehe dort auch: "Deutsch sein – und schwarz dazu. Erinnerungen des Afro-Deutschen Theodor Michael", 20 min. Mehr

Das Portal freie-radios.net bietet mehrere Radiosendungen zum Thema im mp3-Format an. Die Links hier führen zur jeweiligen Seite mit weiteren Informationen und der Möglichkeit, die Sendungen direkt anzuhören oder herunter zuladen:

  • Radio Dreyeckland: Interview vom 20.12.2006 im Morgenradio mit Heiko Wegmann über das Projekt www.freiburg-postkolonial.de, 14:51 Minuten, 14 MB/mp3-Format. Anhören
  • freiburg-postkolonial.de - Ein neues iz3w-Projekt. Interview vom 07.02.2006 mit Heiko Wegmann in Radio Dreyeckland. 4:56 Minuten, 4,6 MB/mp3-Format, deutsch Anhören
  • Spurensuche - Hörspielcollage zum Deutschen Kolonialismus Radio Blau, Leipzig 97,6 MHz
    "Wir begeben uns gemeinsam auf Spurensuche nach dem, was jede/n Einzelne/n von uns mit der deutschen Kolonialgeschichte verbindet. Familiäre Erinnerungen oder der Fund auf dem Flohmarkt, der Brief von..." 11.01.2006, 32:04 min, deutsch Mehr
  • Interview zur Hörspielcollage "Spurensuche" Radio Blau, Leipzig 97,6 MHz
    "Melanie Ott; Annette Berger vom BER e.V. berichtet von den Beweg- und Hintergründen der 'Spurensuche - zum Deutschen Kolonialismus'", 11.01.2006, 15:02 min, deutsch Mehr
  • Wie im Bilderbuch Radio F.R.E.I., Erfurt 96,2 MHz
    "Fritz Burschel, Netzwerkstelle gegen Rechts Weimar / Radio Lotte; Anmod. Wie im Bilderbuch soll es ab morgen im Augsburger Zoo zugehen: Problem ist nur, dass das Bilderbuch aus der Zeit des deutschen Kolonialismus stammt und gängige europäische Rassismen bedient."  08.06.2005, deutsch Mehr
  • Unsere Opfer zählen nicht. Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg Radio F.R.E.I., Erfurt 96,2 MHz
    "Wenn am 8. Mai des Kriegsendes und des Sieges über Nazideutschlands gedacht wird, dann wird der Beitrag Hundertausender von Soldaten in aller Welt verschwiegen. Auf vielen Erdteilen kämpften Soldaten..."   05.05.2005, 8:15 min, deutsch Mehr
  • Anticolonial Africa Conference Wüste Welle, Tübingen 96,6 MHz
    "Im Jahr 2004 jährt sich zum 100. Mal der Völkermord deutscher Kolonialtruppen an den Herero und Nama im heutigen Namibia. Zum 120. Mal jährt sich die Afrika-Konferenz, zu der Reichskanzler Bismarck...", 17.11.2004, 7:18 min, deutsch Mehr
  • Whiteness #1: "Racism is White supremacy" - Privelegierung Unsichtbarkeit Vormachtstellung, Polyphon
    super mono "Weißsein ist Weißen nicht bewusst, deswegen haben sie aber Privelegien und Vorteile. Der Beitrag gibt eine kurze Einführung Unsichtarkeit von Weißsein und Umgang Weißer mit Rassismus.", 23.04.2004, 16:19 min, deutsch Mehr
  • Whiteness #2: Aneignung Polyphon
    Redaktion super mono "In gegenwärtiger Popkultur, Musik und Subkultur, aber auch auf einer kommerziellen Ebene findet eine Aneignung statt, in der sich die Weiße Dominanzkultur das einverleibt, was in ihrer rassistischen..."  29.05.2004, 18:44 min, deutsch Mehr
  • Kolonial-rassistischer Sprachgebrauch in einem Theaterstück an der Volksbühne Berlin FFB - PiratInnensender Berlin, "Interwiev mit einer Vertreterin der Initative Schwarze Menschen in Deutschland zu der Aktion gegen das Theaterstück 'Der Kampf des Negers und der Hunde'", 03.01.2004, 18:39 min Mehr
  • 1904 - Deutscher Kolonialismus in Afrika Radio Unerhört Marburg (RUM), 90,1 MHz
    "Geschichte 1904 - Deutscher Kolonialismus in Afrika. Auch Deutschland hatte Kolonien. Zwar kürzer als die anderen bekannten Staaten, aber dennoch nicht weniger brutal. Beleuchtet wird diese Zeit und die Rolle..."  19.11.1998, 55:32 min, deutsch Mehr
  • fussball und (post-)kolonialismus in afrika - teil 1 Radio Helsinki, Graz 92,6 MHz
    "mitschnitt eines vortrags von kurt wachter (autor eines gleichnamigen beitrags in dem buch: global players. kultur, ökonomie und politik des fussballs) über fussball und (post-)koloniale abhängigkeits...", 26.06.2002, 11:35 min, deutsch Mehr
  • fussball und (post-)kolonialismus in afrika - teil 2 Radio Helsinki, Graz 92,6 MHz
    "mitschnitt eines vortrags von kurt wachter (autor eines gleichnamigen beitrags in dem buch: global players. kultur, ökonomie und politik des fussballs) über fussball und (post-)koloniale abhängigkeits...", 26.06.2002, 17:09 min, deutsch Mehr

Frauen in der deutschen Kolonialbewegung und den Kolonien

"Dem deutschen Volke Raum zu schaffen…" –

Produktion: Redaktion LaRadio von RDL, verantwortlich: Ulrike Huber, bearbeitete und gekürzte Fassung von freiburg-postkolonial.de im mp3-Format, Erstsendetermin 25.10.2005

  • Teil 1: Einführung - Der deutsche Kolonialismus (7 Min., 8 MB) Anhören
  • Teil 2: Frauen in der deutschen Kolonialbewegung und die Frage der Auswanderung (12 Min., 14 MB) Anhören
  • Teil 3: „Deutsch-Südwestafrika“ - Der rassistische Blick deutscher auf die einheimischen Frauen (8 Min, 9,6 MB) Anhören
  • Teil 4: Die koloniale Frauenbewegung in der Weimarer Republik und der NS-Zeit (6,2 Min, 7,2 MB) Anhören
  • Teil 5: Postkolonialismus, Täterinnenschaft von Frauen und Literaturangaben (5,24 Min, 6,2 MB) Anhören

"Fürs Vaterland und Frauenrechte"

Solange das Leben noch dauert, will ich nicht Sklave sein, sondern Herr”, schrieb die Frauenrechtlerin und glühende Verfechterin des deutschen Kolonialismus Frieda von Bülow um 1884. Von Bülow fordert hier für sich und andere weiße Frauen ganz selbstverständlich, was sie den kolonisierten Frauen und Männern ebenso selbstverständlich verweigern wollte: Ein selbstbestimmtes Leben. Das Leben von Bülows und die Kolonie Deutsch-Ostafrika bilden einen Schwerpunkt dieser Sendung, das Leben der Diplomatenehefrau und Schriftstellerin Elisabeth von Heyking und der deutsche Kolonialismus in China den zweiten.

Produktion: Redaktion LaRadio von RDL, Produktion: 02.03.2010, hier online seit 19.5.2010, mp3-Format

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Die folgenden Sendungen sind leider nicht mehr verfügbar auf der HR-Website!!!

Sendereihe des Hessischen Rundfunks von Von Rolf Cantzen (Text von hr-Website)

Der deutsche Kolonialismus (1) - Deutsch-Ostafrika und der Maji-Maji-Aufstand

Montag, 30.01.2006, 8:30 Uhr, 14:20 min.

Carl Peters war die zentrale Figur in der Kolonisierung Deutsch-Ostafrikas , des heutigen Tansanias. Durch hinterlistige Verträge erwarb er ein Gebiet, das fast doppelt so groß wie das Deutsche Reich war. Bereits vor der "Landnahme" durch Politiker wie Peters, den Begründer der "Gesellschaft für Deutsche Kolonisation" gab es in Deutschland eine Kolonialbewegung, die vor allem vonHandelshäusern und Teilen des Finanzkapitals unterstützt wurde. Zusammen mit Handelsunternehmen bereiteten Missionare die spätere Kolonisation vor. Doch im Reichtag fand sich zunächst keine Mehrheit für eine aggressive Kolonialpolitik. Bismarck, erklärter Gegner einer militärischen Absicherung von Kolonialgebieten, war jedoch schließlich zu einer Änderung seiner Politik gezwungen. In Deutsch-Ostafrika wie auch in anderen Gebieten gab es heroischen Widerstand der Einheimischen, der in brutaler Vernichtung endete.

Der deutsche Kolonialismus (2) - Kamerun, Togo und das "Menschenmaterial"

Dienstag, 31.01.2006, 8:30 Uhr, 14:43 min.

n den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts bauten auf Expansion bedachte, risikofreudige Kaufleute an der Westküste Afrikas und nördlich des Äquators ihre Handelsstützpunkte aus. Über eine starke Lobby beim Deutschen Reichstag erreichten sie schließlich, dass das Reich die Rolle als "Schutzmacht" übernahm, um ihren Handel militärisch abzusichern. Die großen Handelshäuser machten aber nicht nur Geschäfte, sie brachten auch ein Weltbild mit, das von der Überlegenheit der weissen Rasse ausging. Erlasse, Briefe und Berichte aus dieser Zeit belegen, wie die Schwarzen zur Arbeit gezwungen wurden und welchen Widerstand sie leisteten.

Der deutsche Kolonialismus (3) - Die deutschen "Schutztruppen" in Deutsch-Südwestafrika

Mittwoch, 1.02.2006, 8:30 Uhr, 14:23 min.

2004 jährte sich zum hundertsten Mal der Aufstand der Herero im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. Er endete in einem Völkermord, der bis heute Nachwirkungen zeigt. Während Togo als Musterkolonie galt, trafen die deutschen Kolonisten im heutigen Namibia, auf heftigen Widerstand. Erst als ein finanziell sehr aufwendiger Truppennachschub ins Land kam, konnte der Widerstand gebrochen werden. Die Entwicklung der Kolonie begann mit der Tätigkeit der "Rheinischen Missionsgesellschaft", die gleichzeitig ein florierendes Handelsunternehmen betrieb und zwei verfeindeten Volksgruppen gleichermaßen Waffen lieferte.

Der deutsche Kolonialismus (4) - Kiautschou und die christlichen Werte

Donnerstag, 2.02.2006, 8:30 Uhr, 14:45 min.

Nicht nur in Afrika, sondern auch in China und auf mehreren pazifischen Inseln errichtete das Deutsche Reich "Schutzgebiete" - auch hier kam es zu Aufständen. Meist gingen diesen "Schutzgebieten" deutsche Missionsstationen voraus. Der Boxeraufstand in China und die Ermordung einiger Missionare und ihrer Familien bot 1898 den Anlass, mit einem deutschen Truppenverband in China zu landen und die Shantung-Halbinsel und die Kaiutschou-Bucht militärisch zu besetzen. Die Sendung schildert die wenig bekannten Aktionen des Deutschen Reiches und seiner Truppen in China und der "Südsee" und beleuchtet das Selbstverständnis und die Funktion der christlichen Mission während der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft.

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Sendung zur Ausstellung (2.-26.9.2009) in Basel:

Anette Hoffmann: "What We See" - Bilder, Stimmen, Repräsentation.
Zur Kritik einer anthropometrischen Sammlung aus dem südlichen Afrika

Die Ausstellung What We See setzt sich mit der verstörenden Geschichte historischer Ton- und Bilddokumente aus dem südlichen Afrika auseinander. Im Zentrum steht das 1931 von dem deutschen Künstler Hans Lichtenecker als "Archiv aussterbender Rassen" angelegte Körperarchiv von Afrikanerinnen und Afrikanern in Namibia. What We See verleiht jenen Menschen eine Stimme, die innerhalb eines kolonialen Kontextes Gesichtsabformungen, Körpervermessungen, anthropometrische Fotografien und Sprachaufnahmen erdulden mussten. Mehr

Der Audiobeitrag von Niels Wätzel (September 2009) enthält Originalstimmen aus 1931 und ein Interview mit Anette Hoffmann, 6 Min., mp3-Format. Anhören

Esther Utjiua Muinjangue: 100 years of silence. The case of the Ovaherero Genocide.

Mitschnitt (Kooperation RDL und freiburg-postkolonial.de) des öffentlichen Vortrags am 17.6.2010 in Freiburg Anhören (mp3-Format, 53 min.)

Vortrag gehalten in der Evangelische Hochschule Freiburg, Buggingerstr. 38, Donnerstag, 17.6.2010, Veranstaltung der EH, unterstützt von Isibindi e.V., freiburg-postkolonial.de und dem Arnold-Bergstraesser-Institut. Siehe auch: "Wir wollen informiert sein" - BZ-INTERVIEW mit Esther Utjiua Muinjangue, Vorsitzende eines Herero-Komitees in Namibia. Badische Zeitung 16.06.2010


Die Schädelsammlung im Freiburger Universitätsarchiv und namibische Rückgabeforderungen

Interview von Heiko Wegmann mit dem Leiter des Universitätsarchivs und Uniseums Freiburg, Dr. Dieter Speck.

Aufgenommen am 11.11.2009, ca. 21 min., mp3-Format, Anhören

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