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Letzte Aktualisierung:
18.08.2010
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(DSWA steht für die Kolonie "Deutsch-Südwestafrika", DOA für "Deutsch-Ostafrika"). DKG steht für Deutsche Kolonialgesellschaft, die örtliche Abteilung hieß Oberbadischer Zweigverein, später Oberbadische Abteilung. |
www.freiburg-postkolonial.de | Überblicksliste: Freiburger Personen der Kolonialgeschichte
Diese Liste mit relevanten Persönlichkeiten der Zeitgeschichte (Kolonialoffiziere und - Soldaten, Politiker, Kulturschaffende, Forscher, SiedlerInnen, MigrantInnen aus den Kolonien) wird noch stark um weitere Personen und Informationen zu den bestehenden Einträgen erweitert. Sie dient dazu, sich ein Bild von der Sozialstruktur wie auch der Vielfältigkeit von Funktionen und Lebenswegen innerhalb der Kolonialgeschichte und -bewegung zu machen. In manchen Fällen liegen umfassende Informationen vor, in vielen jedoch (noch) nicht, etwa zur Dauer bestimmter Positionen in Kolonialvereinen. Nach und nach folgen hier weitere Artikel mit den Ergebnissen der laufenden Recherche. Ergänzt wird die Personenliste durch Mitgliederlisten von Kolonialvereinen.
Siehe zu weiteren Personen (Admiral Spee, Graf Moltke, Hannah Arendt u.a.) auch die Übersicht zu Freiburger Straßennamen Mehr
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Ambros, Dr. Joseph August Johann Alexander, (geb. 23.9.1862 in Pullendorf/Baden - 1920 in München) - Stabsarzt beim 5. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 113 in Freiburg; dann Batallionsarzt des 1. Batallions des 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiments der Ostasiatischen Besatzungsbrigade (China), wechselte am 28.09.1905 vom Heere zur Schutztruppe für Südwestafrika. Ausreise aus Deutschland am 30.10.1905, Rückreise am 18.3.1907, Garnisonsarzt von Lüderitzbucht. Er erhielt während seiner Tätigkeit im Stabe des Etappenkommandos Süd 1907 den preußischen Roten Adler-Orden 4. Klasse mit Schwertern am weißen Bande mit schwarzer Einfassung. |
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Axenfeld, "Frau Geheimrat" - Vorstand des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See (min. 1925-1927), in dieser Funktion auch Mitglied der Kolonialen Arbeitsgemeinschaft Freiburg i. B. (siehe Freiburger Zeitung vom 14.02.1927) |
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Banzhaf, A.B.- Buchhändler, Schriftführer der Oberbadischen Abteilung der DKG |
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Barack, Friedrich Max Michael Heinrich - (geb. 2.11.1868 in Rastatt - gest. 3.9.1918) Hauptmann und Kompagniechef Barack trat am 6.1.1905 zur "Schutztruppe für Südwestafrika" über und nahm am Herero- und Namakrieg teil. Zum 1.2.1908 trat er zum Heer zurück und wurde beim 5. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 113 in Freiburg angestellt. Im Ersten Weltkrieg nahm er als Bataillonsführer des Regiments am Westfeldzug teil. Zum Reserve-Infanterie-Regiment 205 abkommandiert, fiel Major Barack kurz vor Kriegsende. |
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Bartenstein, Max - aus Freiburg stammender Offizier der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika; Bartensteins Erzählungen von den "Rehoboter Bastards" bei einer Abendgesellschaft 1907 gegenüber seinem Schulfreund Eugen Fischer waren einer der auslösenden Faktoren für dessen "Rassenforschung" in der Kolonie 1908.
Er wechselte am 17.02.1905 als Oberleutnant vom
Rheinischen Pionier-Batallion Nr. 8
in die 4. Etappenkompagnie der Schutztruppe für Südwestafrika. 1907 bekam er
das Ritterkreuz II. Klasse mit Schwertern des Großherzoglich Badischen Ordens vom Zähringer Löwen verliehen und schied am 30.04. des Jahres aus der Schutztruppe aus. |
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Baumstark, Paul (geb. 12.8.1869 in Waldshut - 27.5.1936 in Freiburg)
Der Kolonialoffizier war über 20 Jahre in Deutsch-Ostafrika und lebte später als Oberstleutnant a. D. in Freiburg-Günterstal in der Kybfelsenstr Mehr |
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Beirer, Robert - Angehöriger der kaiserlichen Marine und Lagerassistent der Neuguinea-Kompanie, für die er drei Jahre in "Deutsch-Neuguinea" arbeitete. Er erstellte zwischen 1893 und 1896 eine Sammlung Ethnografika aus dem Bismarckarchipel, die 1898 an das Völkerkundemuseum verkauft wurden (siehe Brüll 1995, S. 7ff., pdf). Später arbeitete er beim Hafenbauamt in Swakopmund. |
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Bender, Dr. Karl - prokolonialer Oberbürgermeister Freiburgs von 1922 - 1933 (Zentrumspartei), von Teilen der NSDAP 1933 aus dem Amt gedrängt. Er nahm in seiner Amtszeit an diversen Kolonialveranstaltungen teil, erwarb die Mitgliedschaft für die Stadt Freiburg bei der Deutschen Kolonialgesellschaft und unterstützte z.B. 1928 deren Ortsgruppe dabei, den Kolonialgedanken an den Freiburger Schulen durch Vorträge und Propagandamaterial zu verstärken |
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Bernartz, Dr. Hans Willy (1912-1989) - Als Jura-Student und Angehöriger des "wehrwissenschaftlichen Amtes" des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) der Universität Freiburg organisierte Bernartz eine ganz im Zeichen des Nationalsozialismus stehende Freiburger Marine- und Kolonialwoche, in deren Rahmen im November 1933 neben Veranstaltungen an der Universität eine Ausstellung im städtischen Colombi-Schlößle gezeigt wurde. Bernartz, der später als Jurist in Köln tätig war, wurde einer der Mitbegründer des 1975 eröffneten Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven, dem nationalen Schifffahrtsmuseum
der Bundesrepublik Deutschland.
Siehe: Heiko Wegmann: Das Colombi-Schlössle und die Freiburger Marine- und Kolonialwoche von 1933 Mehr |
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Birk, Theodor - Angestellter der West-Afrikanischen Kompanie in Deng Deng/Jaunde, verkaufte ethografische Gegenstände aus Kamerun an das Adelhauser Museum |
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Böttcher, Dr. Friedrich (1842 - 1922) - Mitglied des Deutschen Colonial-Vereins in Freiburg (mind. 1883); nationalliberaler Reichstagsabgeordneter (1878–1895); 1881-1884, 1887-1890 und 1893-1911 Mitglied des Zentralvorstandes der Nationalliberalen Partei. Böttcher hatte ab 1861 u.a. in Freiburg Philosophie und Staatswissenschaften studiert und lebte hier später zeitweise. |
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Brandeis, Eugen (23.9.1846 in Freiburg geb.) - u.a. kommissarischer Richter in Herbertshöhe (Kokopa), von 1895-1898 in der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes angestellt. 1898 wurde er zum Landeshauptmann der Marshallinseln ernannt, wo er sich bis 1906 zusammen mit seiner Frau aufhielt, beide Stifter des Adelhausermuseums (siehe Brüll 1995, S. 20ff., pdf, Ehrentafel, Freiburger Zeitung, 08.05.1900 Artikel, Eintrag Deutsches Koloniallexikon). |
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Brandt, Walter - erbeutete als Navigationsoffizier des Südseekreuzers S.M.S. Cormoran Ethnografika bei Strafexpeditionen 1901-1902, insbesondere von der Insel St. Matthias, die 1978 an das Völkerkundemuseum gingen (siehe Brüll 1995, S. 11ff., pdf). |
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Brauch, G.F. - Agent der Woermann-Linie in Duala, verkaufte ethografische Gegenstände der Duala aus Kamerun an das Adelhauser Museum |
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Buisson, Eugen - Bank-Direktor, als Freiburger 1885 Mitglied der Sektion Mannheim des Deutschen Kolonialvereins |
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Cordes - Feldwebel und Sekretär des Gouverneurs von Deutsch-Südwestafrika Theodor Leutwein, mit dem er im August 1905 nach Freiburg zog |
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Foto: Deimling in Freiburg 1913 beim "Marineverein 1911" |
Deimling, Berthold von (18 21.03.1853 Karlsruhe - 03.02.1944 Baden-Baden) - Generalleutnant, 1904 als Schutztruppenoffizier wichtiger Akteur in der Waterbergschlacht gegen die Herero und anschließend an deren Abdrängung in die wasserlose Omaheke beteiligt; später als Kommandeur der Schutztruppe verantwortlich für den Krieg gegen die Nama im Süden von DSWA. In Freiburg: Beisitzer des Vorstands des Oberbadischen Zweigvereins der deutschen Colonialgesellschaft mind. 1912, Ehrenvorsitzender des Freiburger Marinevereins 1912. Bei der Einweihung der neuen Freiburger Universität am 29.10.1911 hielt Deimling eine aufsehen erregende Rede, in der er Pazifisten als "politische Eunuchen" bezeichnete und sich über Bertha von Suttner lustig machte. Nach dem I. Weltkrieg wandelte er sich vom extremen Militaristen zum Kriegsgegner und Verteidiger der Republik. Hier wird ein Text folgen, der sich speziell mit seiner Freiburger Zeit befasst. Zu seiner gesamten Biographie ist die äußerst detaillierte und gut recherchierte Dissertation (2006) von Kirsten Zirkel online verfügbar: "Vom Militaristen zum Pazifisten: Politisches Leben und Wirken des Generals Berthold von Deimling vor dem Hintergrund der Entwicklung Deutschlands vom Kaiserreich zum Dritten Reich" (pdf, 490 S., 3 MB, Weiter) 2008 auch als Buch im Klartext-Verlag erschienen. |
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Deusch, Doris - Vorstand des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See (Ortsgruppe Freiburg) |
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Dove, Prof. Karl (*12.11.1863 Tübingen - 30.07.1922 Jena) - Der Meteorologe, Kolonialwissenschaftler und Geographie-Professor war Privatdozent an der Uni Freiburg 1914-21. Dove publizierte zahlreiche kolonialgeographische Bücher und Artikel und war Vorstandsmitglied des Kolonialwirtschaftlichen Komitees und der Deutschen Kolonialgesellschaft. Siehe: Andreas Flamme (2007): Der Kolonialwissenschaftler Karl Dove und seine Zeit an der Universität Freiburg Mehr |
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Dürr, Karl (1854-1919) - als Major Kommandeur des III. Seebataillons in Kiautschou, später Oberst und Inspekteur der Marine-Infanterie, am 20.1.1904 wurde ihm das Oberkommando über das Marine-Expeditionskorps im Herero-Krieg (DSWA) übergeben; zuletzt Generalmajor der Infanterie; als Förderer des Adelhausermuseums zweifach in dessen Ehrentafel eingetragen, siehe Porträts in der Freiburger Zeitung, 21.1.1904, 22.1.1904, S. 1 und 24.1.1904 |
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Eichhorn, Emil (1863 - 1925) - SPD-Parteifunktionär (u.a. Landessekretär der SPD in Baden von 1905 bis 1908) und Reichstagsabgeordneter. Er gab als Leiter des sozialdemokratischen Wahlkomitees 1907 ein Flugblatt zugunsten des Freiburger Kandidaten Kräuter heraus, das an die Wähler des V. badischen Reichstagswahlkreises gerichtet war und sich gegen "Kolonialsumpf" und Kolonialgräuel wandte. Zum Dokument | Siehe auch Wikipedia |
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Eickstedt, Egon von (1892-1965) - Geograph, Anthropologe und "Rassekundler". Eickstedt unternahm während des I. Weltkrieges anthropometrische Untersuchungen an kriegsgefangenen Kolonialsoldaten in deutschen Gefangenenlagern. Von 1921 bis 1923 hatte er auf seiner Karriereleiter ein Zwischenspiel als Assistent am geographischen Institut der Universität Freiburg und als Assistent Prof. Eugen Fischers beim Wiederaufbau der Sammlungen des Anatomischen Institutes. 1933 erhielt er einen Lehrstuhl für Anthropologie in Breslau und wurde ein wichtiger Vertreter pseudowissenschaftlicher Rassentheorien.
Siehe Britta Lange: Der Rassenkundler Egon von Eickstedt und sein Gastspiel in Freiburg (1921- 1923), November 2008 Mehr |
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Engler, Dr. h. c. Wilhelm - Der gelernte Zimmermann war SPD-Stadtrat in Freiburg und gehörte von 1919 bis 1924 zunächst als Staatssekretär und dann als Arbeitsminister der Badischen Landesregierung an. 1933 wurde er - mittlerweile Präsident des Hessischen Landesarbeitsamtes in Frankfurt - wegen seines politischen Engagements vom NS-Regime zwangsweise in den Ruhestand versetzt.
Im Reichstagswahlkampf 1906/07 kritisierte die Freiburger SPD unter Mitwirkung Englers noch den deutschen Kolonialismus: "Gegen eine Kolonialpolitik aber, wo grausame Beamte Neger zu Tode quälen und gewissenlose Spekulanten und Händler die Eingeborenen um Hab und Gut betrügen, so daß dieselben zum Aufstand getrieben werden, werden wir uns stets mit aller Macht stemmen." Allerdings schrieb sie auch: "Zu einer Kolonialpolitik, die in kulturellem Sinne betrieben würde und dem deutschen Volk Nutzen brächte, würde die Sozialdemokratie gerne ihre Hand bieten." Zum Dokument. Diese Haltung verschärfte sich, als sich 1919 kurz vor dem Versailler Vertrag abzeichnete, dass Deutschland seine Kolonien endgültig verlieren würde. Auf einer "Protestversammlung gegen den Raub unserer Kolonien" behauptete Engler, das Wohl der Arbeiterschaft sei eng mit dem Besitz von Kolonien verknüpft und empfahl deren "genossenschaftliche Bewirtschaftung". Die volkswirtschaftlichen Vorteile verdienten die allergrößte Beachtung. Er beteiligte sich dabei auch an der Hetze gegen in Deutschland stationierte farbige Kolonialsoldaten. Artikel 1922 veröffentlichte er eine Kritik des Deutschen und insbesondere Bayerischen Partikularismus in den Sozialistischen Monatsheften: "Lange vor England hatten sich die Hansestädte auf friedlichem Weg Weltgeltung verschafft. Dieser vielversprechende Anfang für einen Welthandel, der Deutschland zum größten Kolonial- und Handelsstaat hätte machen können, fand aber keinen Rückhalt an dem dynastisch zerrissenen Deutschland, das so hinter das kleine Holland zurücktreten musste." Zum Dokument
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Fabricius, Dr. Ernst (1857 - 1942) -
Geheimrat, seit 1888 Professor für alte Geschichte an der Universität Freiburg, siehe: Heiko Wegmann: Prof. Ernst Fabricius. Berühmter Limes-Forscher, Deutschtumsfunktionär und Kolonialapologet Mehr |
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Fehrenbach, Konstantin (11.01.1852 in Wellendingen - 26.03.1926 in Freiburg) - Fehrenbach war ab 1882 Rechtsanwalt in Freiburg und wurde Stadtrat in Freiburg, ab 1885 Landtags- und ab 1905 Reichstagsabgeordneter. Kurze Zeit war er auch Reichskanzler der Weimarer Republik (1920). Als Zentrumspolitiker war er z.B. Mitglied der Budgetkommission des Reichstags zu der Zeit des großen Kolonialkriegs in Deutsch-Südwestafrika (1904-1907). Er nahm eine klar prokoloniale Haltung ein, allerdings kritisierte er auch die konkrete Kolonialpolitik. Siehe dazu seinen Vortrag: "Kolonialpolitik und Reichstagsauflösung. Vortrag des Herrn Abgeordneten Fehrenbach, gehalten am Freitag, den 28. Dezember, in der städtischen Kunst- und Festhalle zu Freiburg im Breisgau" Zum Dokument (pdf, 17 Seiten). Nach ihm ist auch die Fehrenbachallee benannt. |
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Fischer, Prof. Eugen - Anatom, Anthropologe, Eugeniker und "Rasseforscher" (siehe Dürrenberger, Afrika und Freiburg und Bitte von Anatomie-Direktor Eugen Fischer an deutsch-koloniale
LeserInnen um menschliche und tierische Schädel aus den ehemaligen Kolonien, Deutsche Kolonialzeitung, Heft 1 / 1921, Artikel)
Grundlegende Biografien: Niels C. Loesch: Rasse als Konstrukt. Leben und Werk Eugen Fischers. Peter Lang Verlag, Frankfurt 1997, 2000. | Bernhard Gessler: Eugen Fischer (1874–1967). Leben und Werk des Freiburger Anatomen, Anthropologen und Rassehygienikers bis 1927. Peter Lang Verlag, Frankfurt 2000 |
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Fischer, Prof. Leopold Heinrich (1817 Freiburg - 1886 in Freiburg), Mitglied Deutscher Kolonialverein in Freiburg (mind. 1883), Professor der Geologie und Mineralogie an der Universität Freiburg; Gründungsmitglied des Oberrheinischen Geologischen Vereins |
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Frey, Dr. Karl (03.09.1886 Mengen bei Freiburg - 08.1987) - kam 1912 als Lehrer an die Kaiserliche Oberrealschule nach Deutsch-Südwestafrika, später Schulinspektor, Farmer auf Eorondemba und schließlich Mitglied des Senats der Republik Südafrika |
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Fürst zu Fürstenberg, Max Egon - 1937 Gründungsmitglied des Kolonialbeirates des Gauverbandes Baden des Reichskolonialbundes Mehr |
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Fürstin Margarete zu Hohenzollern-Sigmaringen (Schloss Umkirch) - Vorstand des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See (Ortsgruppe Freiburg) |
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Gaertner, Dr. Raimund - Korvettenkapitän a.D. und praktizierender Zahnarzt, in den 1920er und 30er Jahren Vorsitzender des "Marine-Verein Freiburg 1911", Ende der 1930er Jahre der Marinekameradschaft Freiburg des "Nationalsozialistischen Deutschen Marinebundes" |
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Ganter, Gertrude (Grethe) - Abteilungsführerin des Frauenbundes der DKG Freiburg (mind. 1935), ab 1936 Funktionärin des neu gegründeten Reichskolonialbundes (RKB) in Freiburg (Leiterin der Abteilungen IV und V). Im August 1936 schrieb sie an den OB Kerber: "Wäre es möglich, daß die Stadt Freiburg die erste Stadt in Baden würde, welche die Forderung zu kolonialem Besitz durch die gegebene Anregung zum Ausdruck brächte?" Die Anregung bestand darin, alle städtischen Beamten, Angestellten und Arbeiter zum Beitritt in den RKB aufzufordern. Dem kam der OB umgehend nach. |
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Gerber, Forstassessor aus Freiburg, Dr., reiste zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Herero-Krieges 1904 im Herero-Land (siehe auch Freiburger Zeitung, 04.02.1904, 07.02.1904, 16.02.1904). 1905 verkaufte er der dem Adelhausermuseum eine größere Anzahl an Gegenständen aus Deutsch-Südwestafrika (siehe Dürrenberger 1995 Mehr) |
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Gfrörer, Carl - Laborant, Freikorpskämpfer, Führer der Kolonialschar Freiburg i. Br. der Hitlerjugend 1933, siehe Freiburger Zeitung, 18.9.1933 Artikel |
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Gmelin, PD/Prof. Hans (13.08.1878 in Karlsruhe - 14.02.1941 in
Gießen) - Gmelin promovierte im Februar 1905 an der Universität Freiburg, habilitierte im Folgejahr und war danach als Privatdozent tätig. Er hielt hier Vorlesungen über deutsches Kolonialstaatsrecht unter Berücksichtigung britischen, französischen und niederländischen Kolonialstaatsrechts in den Sommersemestern 1907, 1909 und 1910 und bot im Wintersemester 1911/12 Übungen im Staats-, Verwaltungs-, Völker- und Kolonialrecht an. Seine Kolonialvorlesungen wurden teilweise in der Deutschen Kolonialzeitung angekündigt. Im Sommersemester 1909 beteiligte er sich an der umfangreichen öffentlichen Vortragsreihe "Die deutschen Kolonien", wo er am 6. und 8. Juli über "Regierung und Verwaltung" referierte. In dieser Reihe trugen neben Gmelin einige z.T. in der Kolonialbewegung stark engagierte Professoren wie Ludwig Neumann oder Wolfgang Michael vor. 1911 veröffentlichte er in der Reihe Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts (Reihe A, Bd. 5) "Die Verfassungsentwicklung von Algerien". Am 21.06.1912 wurde er zum nichtetatmäßigen außerordentlichen Professor für Staatsrecht ernannt. "Im Januar 1913 bemühte sich die Fakultät dann noch,
Gmelin einen besoldeten Lehrauftrag für Kolonialrecht und Verfassungsgeschichte zu verschaffen,
der allerdings vom Ministerium für das Wintersemester 1913/14 wegen der angespannten
finanziellen Lage nicht fest zugesagt, sondern nur in Aussicht gestellt wurde." (Frank Zeiler:
Biographische Skizzen zum Lehrkörper der
Freiburger Rechtsfakultät in den
Jahren 1860-1918, S. 112). Hans Gmelin war auch 1. Vorsitzender des Alldeutschen Verbandes in Freiburg.
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Grosse, Ernst - Förderer der ethnographischen Sammlungen Freiburgs [Artikel folgt] |
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Gruber, Dr. August - Zoologie-Professor an der Universität Freiburg, Schriftführer des Oberbadischen Zweigvereins des deutschen Colonialvereins in den Jahren 1890 bis 1893, im Jahre 1892 auch Vicepräsident der Anthropologischen Gesellschaft, mehrere Jahre Freiburger Stadtrat und an der 1895 beschlossenen Gründung des städtischen Museums für Natur- und Völkerkunde als Kommissionsmitglied beteiligt. Des Weiteren gehörte er dem Landesausschuss Baden des Deutschen Flottenvereins und dem Beirat des Luisen-Frauen-Vereins an, der 1904 Spenden für die deutschen Truppen im Herero-Krieg sammelte. Laut Wikipedia erhielt er 1928 die Ehrenbürgerschaft von Lindau am Bodensee. |
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Hanser, Gustav - Schutztruppensoldat aus Mengen (Baden) in Deutsch-Südwestafrika Mehr |
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Hamann, Oberleutnant - vermutlich Offizier der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika |
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Hegar, Dr. Karl (1873-1952) - Privatdozent Uni Freiburg, Rassehygieniker und Ehrenmitglied der Gesellschaft für Rassenhygiene (Freiburg), Studienfreund Eugen Fischers. Hegar leitete ab 1903 bis 1938 die gynäkologische Abteilung des St. Josefkrankenhauses in Freiburg. Sohn des Eugenikers Alfred Hegar, Prof. der Gynäkologie. |
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Herzer, Ernst - Offizier/Militärarzt der Schutztruppe in DSW |
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Hilda Charlotte Wilhelmine von Nassau, Großherzogin von Baden (5.11. 1864 in Biebrich bei Wiesbaden - 8.2.1952 in Badenweiler). Hilda heiratete am 20. September 1885 den Erbprinzen Friedrich II. von Baden (1857-1928), Sohn des Großherzogs Friedrich I. und dessen Gattin Prinzessin Luise von Preußen, Tochter des deutschen Kaisers Wilhelm I. Nach ihr ist in Freiburg der 1886 erbaute Hilda-Turm auf dem Lorettoberg benannt.
Im Kaisserreich stand der Landesverband Baden des "Deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz für die Kolonien" unter dem Protektorat der "königlichen Hoheit". Noch in den 1930er Jahren war sie Ehrenvorsitzende des Gaues Baden und der Abteilung Freiburg des "Frauenvereins für Deutsche über See vom Deutschen Roten Kreuz" (siehe Breisgauer Zeitung, 28.11.1932 und Freiburger Zeitung, 16.06.1935), die von Fürstin Margarete zu Hohenzollern-Sigmaringen (Schloss Umkirch) geführt wurden. Der Freiburger Verein veranstaltete regelmäßig Kolonialfeste wie das "Kolonial-Wohltätigkeitsfest - Reise durch 4 Erdteile" (1936) oder die "Blütenfahrt in die Kolonien (1938). Die Großherzogin war regelmäßiger prominenter Gast von politischen Kolonialveranstaltungen in Freiburg, so z.B. auf einer Kolonialkundgebung im Paulussaal 1932 (Freiburger Zeitung, 27.11.1932), bei der NS-Kolonial- und Marine-Ausstellung 1933 (Freiburger Zeitung, 24.11.1933) oder der Reichskolonialtagung 1935.
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Hillern-Flinsch, Oscar von - Der Freiburger Fabrikant war über einige Jahre in den 1880ern zunächst Schriftführer des Südwestdeutschen Vereins für Handelsgeographie und Förderung deutscher Interessen im Ausland, dann des darin umgewandelten Freiburger Zweigvereins des Deutschen Kolonialvereins und im Anschluß wiederum der daraus entstandenen Deutschen Kolonialgesellschaft. Er verfasste 1887 eine Denkschrift zur Organisationsreform des Kolonialvereins Mehr |
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Hirsch, Rudolf von (19.1.1869 - 11.1.1952) - Kolonialoffizier in DOA 1905-08 Mehr (wohnte ab Ende der 1920er Jahre in Freiburg). |
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Hudemann, Hans Friedrich Oskar
(28.4.1876 zu Barnow/Pommern
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20.8.1914 bei Sarrebourg/Lothringen) -
Vom
Magdeburgischen Jäger-Bataillon Nr. 4
am 9.7.1900 als Sekonde-Lieutenant zum 4. Ostasiatischen Inf.-Rgt. versetzt, 1900/01 Teilnahme an der "Boxer-Expedition" nach China; 29.8.1901
aus dem ostasiatischen Expeditionskorps
ausgeschieden und zum Infanterie-Regiment 113 (Freiburg) angestellt, 27.1.1904 Oberleutnant;
Am 18.5.1905 wurde Hans Hudemann ein 2,5monatiger Nachurlaub zum Besuche des Seminars für orientalische Sprachen in Berlin bewilligt, am 18.8.1905 ein weiterer 7,5monatiger Nachurlaub zum gleichen Zweck. Zum 31.8.1905 schied Hans Hudemann beim 113er Regt. aus und wurde zum 1.9.1905 bei der Schutztruppe DOA angestellt. Teilnahme am Maji-Maji-Krieg 1905/07. 18.2.1908 Antrag auf Belassung in Schutztruppe auf weitere 2,5 Jahre genehmigt. 30.9.1910 ausg. und zum 1.10.1910 im 113er Regt. wiederangest. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs fiel Hans Hudemann als Hauptmann und Führer der 2. Kompanie in Lothringen.
Siehe Dürrenberger (1995) zu Ethnografika-Schenkung ans Völkerkundemuseum (dort abweichende Angaben der Familie zur Person!). |
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Huth, Dr. Edmund, Marine-Generaloberarzt - Teilnehmer am "Boxer-Krieg" in China als Chefarzt des provisorischen Marine-Feldlazaretts in Peking und Führer der Marine-Sanitätskompanie. Er hielt darüber beim Deutschen Flottenverein Freiburg i. B. 1911 den Vortrag "In Peking zur Zeit der chinesischen Wirren 1900/01" (siehe Freiburger Zeitung, 10.01.1911, Artikel). Huth schied 1909 in Wilhelmshaven aus der Marine aus, setzte sich in Freiburg zur Ruhe und war hier ab 1913 u. a. 2. Vorsitzender der Ortsgruppe des Deutschen Flottenvereins. Ab 1914 befand sich bei ihm in der Talstr. 52 die
Geschäftsstelle für die Monatsschrift “Flotte”. Im Ersten Weltkrieg wurde er reaktiviert und 1917 endgültig in den Ruhestand versetzt. Im Nachfolgeverein des Flottenvereins, Deutscher Seeverein, bekleidete Huth ab 1921 für mehrere Jahre das Amt des stellvertretenden Schatzmeisters. Er war auch Mitglied der Deutschen tropenmedizinischen Gesellschaft. |
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Isele, Dr., Divisionspfarrer in Freiburg bei der 29. Division, laut Freiburger Zeitung vom 28.07.1900 wurde er während des Boxerkrieges in China als katholischer Feld-Divisions-Geistlicher des Ostasiatischen Expeditionskorps eingestellt. |
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Kaiser, Josef (3.12.1878 in Steisslingen/Baden
- 27.01.1936 in Freiburg) - in den 1920er und 1930er Jahren Vorsitzender des Vereins ehemaliger Kolonialkrieger und -deutscher in Freiburg (organisiert im Deutschen Kolonialkriegerbund, DKKB; später in Kameradschaft umbenannt), Kaiser war von 1901 bis 1919 in Deutsch-Südwestafrika, davon die ersten 10 Jahre bei der "Schutztruppe", dann im Polizeidienst. Von den zahlreichen kolonialrevisionistischen Versammlungen, Gedenk- und Vortrags-Veranstaltungen unter seiner Ägide berichtete regelmäßig die Zeitschrift "Kolonial-Post", das Organ des DKKB (siehe Vereinsberichte). Nach 1933 unterstützte er die weitere Hinwendung der Ortsgruppe (in der es bereits viele NSDAP-Mitglieder gab) zum NS-Regime und bereitete die große Freiburger Kolonialtagung 1935 mit vor. Von ihm erschien ein Artikel über Theodor Leutwein und die ersten Monate des Herero-Krieges, Freiburger Zeitung, 26.04.1933 Artikel |
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Kerber, Dr. Franz - Oberbürgermeister Freiburgs von 1933-45 (NSDAP), zahlreiche prokoloniale Aktivitäten und Auftritte, seit 1937 Mitglied des Kolonialbeirates des Gauverbandes Baden des Reichskolonialbundes. (Zeitungsartikel), Mitglied des Ortsführerats der Deutschen Gesellschaft für Rassenhygiene seit 1935. Von einer kolonialen Großkundgebung im auf dem Münsterplatz berichtete die "Kolonial-Post" 7/1935: "Oberbürgermeister Dr. Kerber sprach Worte der Begrüßung und vor allem des Gelöbnisses für sich und die Freiburger Bevölkerung, treu zu den kolonialen Forderungen zu stehen, die wir verfechten. Drei Gründe verpflichteten uns, so führte er aus, zu unserer Forderung nach Kolonien: die Rohstoffknappheit, die Entehrung durch die koloniale Schuldlüge und unser Recht als souveräne Nation auf koloniale Betätigung. Koloniale Gleichberechtigung ist ein Bestandteil der politischen Gleichberechtigung überhaupt und somit können wir als souveräne Nation auf das nicht verzichten, was andere Völker als selbstverständlich für sich in Anspruch nehmen“. (ganzer Artikel) |
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Kern, Dr. - Professor und Rektor der Universität Freiburg. Beteiligte sich etwa 1935 an der Pflanzung einer Kolonialeiche mit NS- und Kolonialführungspersonal vor der Uni. Der Rektor trat auch als Mitveranstalter von öffentlichen Kolonialveranstaltungen an der Uni auf (siehe Veranstaltungsliste) |
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Kist, Albert - Abteilungsführer Deutsches Kolonial-Jugend-Korps / Abteilung 139, Freiburg i.Br. in den 1930er Jahren |
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Knecht, Maximilian - Oberst; als Oberleutnant von Ende 1905 bis Ende 1907 bei der "Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika", Vorsitzender der Oberbadischen Abteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft, Stadtverordneter, 1. Vorsitzender des Badischen Kriegerbundes, Breisgau-Verband, 1. Vorsitzender Deutscher Offiziersbund Mehr |
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Koch, Zahlmeister der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika; von ihm erhielt das Adelhausermuseum im Jahre 1900 einige Schmuckstücke aus dem Hinterland von Bagamoyo
Koch, Zahlmeister im 5. Badischen Feldartillerie-Regiment Nr. 76 in Freiburg, laut Freiburger Zeitung vom 28.07.1900 wurde er während des Boxerkrieges in China als Zahlmeister beim Ostasiatischen Feldart.-Regt. des Ostasiatischen Expeditionskorps eingestellt. Ob es sich um die selbe Person handelt oder handeln kann, ist unklar. |
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Krauel, Dr. Richard (1848-1918), - Wirkl. Geheimrat, Honorar-Professor in Freiburg und Kaiserlicher Gesandter a.D., "Kolonialreferent" im Auswärtigen Amt von 1885 bis 1890, Teilnehmer des Deutschen Kolonialkongresses im Reichstag 1910 |
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Kräuter, Ernst - Landtagsabgeordneter der SPD und Kandidat für die Reichstagswahlen 1907. In einem Wahlaufruf zu seinen Gunsten hieß es: "Eine Handvoll Schnapsbrenner, Militärlieferanten und Schiffsreeder hat den Nutzen, alle anderen nur Schaden von der Kolonialpolitik. Zu einer Kolonialpolitik, die in kulturellem Sinne betrieben würde und dem deutschen Volk Nutzen brächte, würde die Sozialdemokratie gerne ihre Hand bieten. Gegen eine Kolonialpolitik aber, wo grausame Beamte Neger zu Tode quälen und gewissenlose Spekulanten und Händler die Eingeborenen um Hab und Gut betrügen, so daß dieselben zum Aufstand getrieben werden, werden wir uns stets mit aller Macht stemmen." Zum Dokument |
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Kuhn, Eduard - aus Müllheim, ab 1896 Gewerbelehrer in Deutsch-Ostafrika; verkaufte ethografische Gegenstände aus Deutsch-Ostafrika an das Adelhauser Museum |
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Küntzel, "Frau Oberst" - Vorsitzende und Schriftführerin Deutscher Frauenbund für vaterländische Ziele (früher Flottenbund Deutscher Frauen) in den 1920er Jahren |
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Lehmann, Alois (in Akten werden auch noch die Vornamen Alwin und Albert genannt) - angestellt beim Vermessungsamt, Geschäftsführer des Reichskolonialbundes in Freiburg ab 1936, ab 1937 Kreisverbandsleiter |
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Leutwein, Theodor - Siehe ausführlich: Heiko Wegmann: Freiburg und der Gouverneur von "Deutsch-Südwestafrika", Theodor Leutwein Zum Artikel |
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Liebert, Eduard von (1850-1934) - General der Infanterie und rechter Politiker. Liebert wurde 1896 Kommandeur der "Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika" und war von 1897 bis 1901 Gouverneur der Kolonie (siehe auch: Orden für Generalmajor Liebert, Freiburger Zeitung, 05.01.1899 Artikel). Seine Haltung war von einem besonders stark ausgeprägten Rassismus gekennzeichnet, wie sich z.B. in seinen Äußerungen anläßlich des Maji-Maji-Krieges zeigt (Freiburger Zeitung, 13.10.1905, Artikel). 1904 wurde Liebert in die Hauptleitung des prokolonialen und antisemitischen Alldeutschen Verbandes gewählt (Freiburger Zeitung, 25.02.1904, Artikel).
Anfang der 1920er Jahre hatte Liebert dann ein Zwischenspiel in Freiburg: So berichtete die Freiburger Zeitung vom 11.3.1920 von einer von ihm geleiteten Versammlung der hiesigen Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes im Feierlingsaal (siehe Artikel). Das Freiburger Adressbuch 1922 gab als seine Adresse die Immentalstr. 44 an, im Adressbuch 1923 wird er nicht mehr geführt. Siehe auch den Eintrag bei Wikipedia |
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Margarethe, Fürstin von Hohenzollern-Sigmaringen in Umkirch bei Freiburg (-
16.10.1962)
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Landesführerin und Führerin der Freiburger Abteilung des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See (Verband des Reichskolonialbundes) in den 1930er Jahren, siehe etwa Freiburger Zeitung vom 16.6.1935 Artikel |
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Mez, Julius (1846-1919) - Geheimer Kommerzienrath, Bankier (führte das Bankhaus Mez) . Seit spätestens 1884 war er 1. Vorsitzender des Südwestdeutschen Vereins für Handelsgeographie und Förderung deutscher Interessen im Ausland, der Anfang 1885 in den Freiburger Zweigverein des Deutschen Kolonialvereins umgewandelt wurde, dessen 1. Vorsitzender er bis 1887 blieb. Nach der Fusion mit der Gesellschaft für deutsche Kolonisation zur Deutschen Kolonialgesellschaft (DKG) stellte er sich zunächst nicht zur Wiederwahl. Doch später wurde er für viele Jahre wiederum 1. Vorsitzender des Oberbadischen Zweigvereins der deutschen Kolonialgesellschaft (mindestens von 1900 bis 1912). Er war Teilnehmer des deutschen Kolonialkongresses 1910 im Reichstag, 1914 gehörte Mez dem Vorstand der Deutschen Kolonialgesellschaft auf Reichsebene an.
Mez war von 1883 bis 1911 Präsident der Freiburger Handelskammer, die wiederum Miglied bei der DKG und der Geographischen Gesellschaft Freiburg war. Julius Mez war schließlich auch der erste 1. Vorsitzende des 1905 gegründeten Verkehrsvereins der Schwarzwaldhauptstadt Freiburg im Breisgau (2000 in "Verein gastliches Freiburg e.V." umbenannt). |
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Michael, Wolfgang (1862-1945) - Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, über 20 Jahre in der oberbadischen Abteilung der DKG aktiv, davon über 10 Jahre als 1. Vorsitzender.
Siehe Philip Aubreville: "Einer unserer eifrigsten Kolonialstreiter..." - Der Freiburger Historiker Prof. Wolfgang Michael als kolonialer Sinnstifter und Aktivist Mehr |
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Neumann - Universitätsprofessor, 1895 und 1896 1. Vorsitzender des Oberbadischen Zweigvereins der deutschen Colonialgesellschaft |
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Offe, Dr. Hans - Kreisverbandsleiter des Reichskolonialbundes (RKB) ab 1936; er berichtete auf der ersten RKB-Mitgliederversammlung von seiner Afrikareise (siehe Freiburger Zeitung, 24.01.1937, Artikel) und hielt wenige Tage später, am 26.01.1937, im Rahmen einer kolonialwissenschaftlichen Vortragsreihe an der Universität Freiburg einen Vortrag über
"Südwestafrika einst und jetzt" (siehe Geographische Gesellschaft Freiburg, S. 14). |
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Pfeiffer, Karl - verkaufte 40 Kleidungsstücke, Waffen und Schmuckstücke aus Dar-es-salaam, dem westlichen Seengebiet und dem Süden der Kolonie Deutsch-Ostafrika an das Adelhausermuseum, er hatte früher in Dar-es-salaam als "Naturaliensammler" gelebt. |
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Pfister, Bernhard - Dr. rer. pol. habil., hielt an der Universität Freiburg z.B. im Wintersemester 1936/37 Vorlesungen wie „Die deutsche Kolonialfrage“ im Rahmen der Volks- und Betriebswirtschaft, sowie im Fach Geschichte |
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Philippovich, Eugen von - Professor an der Universität Freiburg, in den Jahren 1885 bis 1893, 1. Vorsitzender des Oberbadischen Zweigvereins des deutschen Colonialvereins (Vorläufer der DKG) bzw. ab 1890 des Oberbadischen Zweigvereins der deutschen Colonialgesellschaft. Siehe: Heiko Wegmann: Prof. Eugen von Philippovich - Nationale Integration durch Sozialstaat und Kolonialismus Mehr |
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Pleuger, Max - Sanitätsunteroffizier der Schutztruppe für Südwestafrika, früher im 5. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 113 in Freiburg angestellt, verstarb während des Herero-Krieges am 06.01.1905 an Krankheit im Lazarett Otjimbinde |
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Prinz Johann Georg von Sachsen - Bildungsreisender und Kunstsammler (Naher Osten) Mehr |
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Reinhard, Fritz / Friedrich (geb.
10.10.1870 in Bochum i. Westfalen) - Oberstleutnant a. D., Angehöriger der Kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika vom
1.4.1911 – 1.4.1913, Mitglied des Vereins ehem. 113er Freiburg und des Vereins der ehem. Kolonialkrieger und Kolonialdeutschen Freiburg, hielt am 4.11.1925 einen "Lichtbildervortrag über Deutsch-Ostafrika", Unterhaltungsabend des Vereins ehem. 113er Freiburg in der Brauerei Heitzler in Freiburg. Reinhard wohnte zu diesem Zeitpunkt in Freiburg, später dann im "Haus Daressalam" in Kirchzarten bei Freiburg (Angabe aus 1936). |
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Reitzenstein, Friedrich Albrecht Karl Johann Freiherr von (1833 - 1897) - Reitzenstein war von 1877 - 1880 Bezirkspräsident von Lothringen. Er war in den 1880er Jahren für mehrere Jahre II. Vorsitzender des Deutschen Kolonialvereins in Freiburg (bzw. dann der DKG). Er vertrat den Freiburger Verein auch auswärts, etwa auf der
Vorstandssitzung des DKV vom 29. April 1886
in Karlsruhe. |
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Rominger, Julius - Bank-Direktor, als Freiburger 1885 Mitglied der Sektion Mannheim des Deutschen Kolonialvereins |
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Sauer, Karl (? - 14.03.1917) - Sekretär beim Kaiserlichen Gouvernement von "Deutsch-Ostafrika" (Lindi, Bagamoyo, Victoria-Nyanza, Bezirksverwaltung von Kondoa-Irangi, schließlich Distrikts- und Arbeiterkommissar beim Bau der Mittellandbahn; siehe Dürrenberger, Afrika und Freiburg); für ostafrikanische Stiftungen an das Adelhausermuseum wurde er in dessen Ehrentafel eingetragen. Am 20.03.1904 und 22.03.1904 veröffentlichte er unter dem Kürzel K.S. einen Beitrag über Deutsch-Ostafrika in der Freiburger Zeitung. Am 18.03.1917 erschien dort ein Nachruf auf ihn. |
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Sauer, Marie - "Mabruki, mein kleiner Freund in Afrika. Erinnerung einer Freiburgerin an ihren Aufenthalt in den Kolonien. Von Marie Sauer", Freiburger Zeitung, 16.06.1935 |
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Scheller - Generaloberarzt der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika |
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Schick, Herr - von 1902 bis 1904 Leiter einer Faktorei in Palina, Togo; sein Sohn schenkte dem Adelhauser Museum 47 Gegenstände von ihm aus Togo |
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Schmidt, Dr. Richard, Hofrat und Universitätsprofessor, Freiburg, Teilnehmer des Deutschen Kolonialkongresses im Reichstag vom 5.-7.10.1905, Mitglied in der Ortsgruppe Freiburg des Deutschen Flottenvereins, siehe Mitglieder-Verzeichnis 1905 |
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Schmidt, Joseph Adolf Oscar (*06.01.1872 in Bruchsal - ?) - Leutnant à la Suite der Kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun; am 24.04.1904 aus der Schutztruppe ausgeschieden. Im Jahre 1900 bot er, als Stationschef der Regierungsstation Johann-Albrechtshöhe firmierend, dem Adelhausermuseum eine Sammlung an. Die Sammlung, die Schmidt dann schickte, bestand aus 20 Objekten von den Bali, zum überwiegenden Teil Waffen, einem Akka-Speer, der wohl schon zum Verkauf angefertigt war, und eine Bula-Armbrust, die, so Schmitt, zur Jagd auf Affen verwendet wurde. |
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Schneiderhöhn, Dr. Hans (1887-1962) - Professor der Mineralogie an der Uni Freiburg ab 1926. Anfang der 1920 Jahre erschien seine Habilitation mit dem Titel "Die Erzlagerstätten des Otaviberglandes, Deutsch-Südwestafrika" (siehe UB-Freiburg).
Schneiderhöhn war 2. Vorsitzender der DKG in Freiburg (1929) sowie Mitglied des Vereins ehem. Kolonialkrieger und Kolonialdeutscher, Freiburg. i. Br. Er hielt mehrere Vorträge für die DKG und die Geographische Gesellschaft Freiburg über Süd- und Südwestafrika, vertrat den Rektor der Universität Ende 1933 bei der Eröffnung der Kolonial- und Marineausstellung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) im Colombi-Schlössle.
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Schönau-Wehr, Friedrich Freiherr von (02.12.1869 Wehr - 23.03.1949 Sigmaringen) - der altem badischem Adel entstammende Offizier gehörte mehrere Jahre dem Infanteriregiment 113 in Freiburg an. Er trat 1896 zur Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika über und traf dort im Juni ein. Bei einem schweren Gefecht im Hererokrieg wurde der Oberleutnant am 25.2.1904 bei Otjihinamparero schwer verwundet. Er wurde darauf für mehrere Monate nach Deutschland gebracht, ging aber zurück zur Schutztruppe, der er bis 1906 angehörte. In den Kriegsberichten der Freiburger Zeitung wurde Schönau-Wehrs badische Herkunft besonders erwähnt, siehe 18.02.1904 und 02.03.1904. Auf sein Ersuchen wurde er vom 20.06. bis 31.08 1905 zur Dienstleistung beim 5. Badischen Feldartillerie-Regiment Nr. 76 in Freiburg kommandiert.
In dem Jahr wurde ihm auch das Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern
des Großherzoglich Badischen Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. Im Oktober wurde er vom Oberleutnant zum überzähligen Hauptmann befördert. Später ging er zur Preußischen Polizei, wo er bis zum Rang eines Oberstleutnants aufstieg. |
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Schuster, Karl (auch Carl geschrieben) - Schuster war von 1871 - 1888 Oberbürgermeister von Freiburg i.B. und Mitglied des Deutschen Kolonialvereins in Freiburg (siehe Mitgliederverzeichnis 1884 Mehr) |
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Schwabe, Kurd - Schutztruppenoffizier in DSW, Fotograf und Autor. Im Besitz des Adlehausermuseums finden sich historische Fotos aus DSW Mehr |
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Siebold, Otto (14.8.1892 in Atzenbach
- ?) Polizei-Hauptwachtmeister, Führer Deutscher Kolonialkriegerbund 1940-43 (Kameradschaftslokale: zum Bären und Deutscher Kaiser), NSDAP-Mitglied, im Zweiten Weltkrieg als Feldwebel bei der Marine (1940-45), in Nord-Norwegen eingesetzt. |
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Simon,
Dr. Friedrich [Fritz] (
29.9.1861 Gardelegen
- 2.5.1942 in Freiburg) - Generaloberarzt a. D. und praktizierender Arzt in Freiburg.
Simon war
vom 18.10.1893 - 22.8.1903 Regierungsarzt in Deutsch-Ostafrika. Als Stationsarzt von Kilwa skelettierte er einen bei ihm verstorbenen Unterhändler der Wahehe und schickte das Skelett an den Anthropologen Rudolf Virchow in Berlin. Von DOA wechselte der Stabsarzt direkt zum "Oberkommando der Schutztruppen" nach Berlin. Während des Herero-Nama-Krieges war er ab Mitte 1906 in "Deutsch-Südwestafrika" u.a.
Chefarzt des Lazaretts Windhuk and Obermilitärarzt des Südbezirks.
Später kam er nach Freiburg und gehörte hier bis zu seinem Tode der Kameradschaft der Kolonialkrieger und -deutschen an (siehe Berichte der "Kolonialpost" 1936 und 1943). In den 1920er Jahren war er Schriftführer vom 'kolonial-caritativen' "Deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche über See. Abteilung Freiburg i Br." Er gehörte auch dem "Verein ehemaliger Offiziere der Kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika" an. |
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Stephan, Heinrich von - General-Postmeister des Deutschen Reiches [Rubrik Strassennamen] Mehr |
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Wagner, Irene - Schatzmeisterin der DKG/Freiburg (1933) |
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Wagner, Hubert - Freiburger Stadtrat, entstammte einer Buchhändlerfamilie; sein Bruder Berthold und er übernahmen 1877 von ihrem Vater die Breisgauer Zeitung, eine Druckerei und die dann so benannte Wagnersche Universitätsbuchhandlung. Seit 31.01.1887 war Hubert Wagner Beisitzer im Vorstand des oberbadischen Zweigvereins des deutschen Kolonialvereins (siehe DKZ-Bericht), und gehörte später dem Vorstand des Oberbadischen Zweigvereins der deutschen Colonialgesellschaft an (ca. von 1900 bis 1912), teilweise auch als 2. Vorsitzender. Im Herero-Krieg unterzeichnete er 1904 einen "Aufruf zu Gunsten unserer Volksgenossen in Südwestafrika", der in Zeitungen geschaltet wurde (siehe etwa Freiburger Zeitung). |
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Walter, Dr. Ludwig - Langerichtspräsident, Beisitzer des Vorstands des Oberbadischen Zweigvereins der deutschen Colonialgesellschaft mind. 1912 |
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Weber, Max (21.4.1864 - 14.6.1920) - Professor an der Universität Freiburg, Nationalökonom, Soziologe, Kolonialbefürworter Mehr
Foto: H. Wegmann |
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Weiß, Erich (1.4.1879 in Tilsit - ?) - Major, Schutztruppenoffizier in DSWA, wohnte von 1919 bis 1928 in Grunern b. Staufen i. Breisgau; Ende der 1920er Jahre Gründer und 1. Vereinsführer des Freiburger Vereins ehemaliger Kolonialkrieger und Kolonialdeutscher (im Deutschen Kolonialkrieger-Bund), in den 1930er Jahren erneut Aufenthalt in Südwestafrika |
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Werthmann, Dr. Lorenz (Prälat und Gründer des deutschen Caritasverbandes), siehe: Heiko Wegmann: Dr. Lorenz Werthmann seine kolonialen Schattenseiten Mehr |
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Winterer, Dr. Otto - prokolonialer Oberbürgermeister von 1888 - 1913; er erwirbt z.B. am 14.7.1909 für die Stadt Freiburg die Mitgliedschaft im Kolonialwirtschaftlichen Komitee (KWK) mit 60 Mark Jahresbeitrag.
Foto: Stadtarchiv Freiburg |
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Winterer, Dr. Wilhelm - Kolonialoffizier in Deutsch-Ostafrika 1907-13, organisierter Kolonialpropagandist in Freiburg, Leiter und Unterstützer von Kolonialausstellungen, kolonialer Förderer des Adelhausermuseums und Zeitungs- und Buch-Autor Mehr
Foto: Stadtarchiv Freiburg |
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Zarnke, Kaserneninspektor in Freiburg i. Br., laut Freiburger Zeitung vom 28.07.1900 wurde er während des Boxerkrieges in China als Feldlazarettinspektor beim Feldzarett Nr. 4. des Ostasiatischen Expeditionskorps eingestellt. |
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Zimmermann, Prof. Dr. Erwin (12.7.1895 in Pfullingen/Württ. - 14.9.1941 im Feldlazarett in Derna/Libyen) - Der
Bakteriologe und Hygieniker Zimmermann war (mindestens) 1939 Kreisverbandsleiter des Reichskolonialbundes in Freiburg. In dieser Funktion veranstaltete er u. a. die Busfahrt des Kreisverbandes zur Reichskolonialtagung 1939 in Wien (siehe Freiburger
Zeitung, 06.04.1939, Artikel) und die "Koloniale Morgenfeier" mit Kolonialfilm "Unser Kamerun" (siehe 1939).
Mitte der 1930er Jahre war Dr. Zimmermann
Assistent des Hygienischen Institutes der Universität Freiburg unter Prof. Paul Uhlenhut, bevor er zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor befördert wurde. Dort lehrte er
"Soziale Hygiene" wie auch "Tropenkrankheiten und Tropenhygiene". Prof. Uhlenhut war 1933 an der Entfernung des jüdischen Lehrkörpers von der Universität beteiligt. Noch im August 1944 stellte er bei der Wehrmacht einen Antrag, an farbigen/schwarzen Kriegsgefangenen Immunisierungsversuche und Untersuchungen über die Blutzusammensetzung machen zu können. Erst 1997 wurde vom Gemeinderat beschlossen, die nach Uhlenhut benannte Straße umzubenennen. |
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Zülot, aus Achkarren am Kaiserstuhl; seit 1892 in Deutsch-Südwestafrika als Farmer ansässig, wurde im Januar 1904 bei Ausbruch des Herero-Krieges getötet, siehe Freiburger Zeitung, 06.02.1904, Artikel |
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u.v.m. |
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A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Mitgliederverzeichnisse
- 1884 - Verzeichnis der oberbadischen Mitglieder des Deutschen Kolonialvereins Mehr
- 1905 - Mitglieder-Verzeichnis der Ortsgruppe Freiburg des Deutschen Flottenvereins Mehr
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